13. Juni 2018

Der Klagsverband ist vom Zusperren bedroht!

Mit Bestürzung haben wir erfahren, dass das Bundesministerium für Frauen, Familien und Jugend die notwendige Fördersumme für den Klagsverband um die Hälfte reduzieren wird. So eine Kürzung stellt nicht nur die Arbeitsfähigkeit des Klagsverbands in Frage, sondern negiert auch die aus dem Gleichbehandlungsgesetz und dem Behindertengleichstellungsgesetz abgeleiteten Verpflichtungen, die den Klagsverband explizit mit Klagsrechten ausstatten, um Einzelpersonen vor Gericht zu vertreten.

 

Der Klagsverband ist eine Nicht-Regierungsorganisation (NGO), die Opfer von Diskriminierung unterstützt, zu ihrem Recht zu kommen. Neben verschiedenen Service-Angeboten zu den Themen Antidiskriminierung und Gleichstellung bedeutet das auch die Unterstützung von Einzelpersonen vor Gericht, die sich aufgrund des Alters, einer Behinderung, der ethnischen Zugehörigkeit, des Geschlechts, der Religion und Weltanschauung sowie der sexuellen Orientierung diskriminiert erachten. Die 50 Mitgliedsvereine des Klagsverbands können somit Personen die sie beraten – falls erwünscht – an den Klagsverband weiterleiten, damit sie dann vor Gericht vertreten werden können.

Was kann getan werden?

Wenn Sie derselben Meinung sind, dass der Klagsverband weiterhin für Menschen, die diskriminiert werden, tätig sein sollte, dann bitten wir Sie einen Solidaritätsbriefe zu unterschreiben (und zu ergänzen bzw. mit einem persönlichen Text zu versehen) und entweder per E-Mail oder per Post an das Bundesministerium für Frauen, Familien und Jugend (BMFJ) und an das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMS) zu schicken.

 

Solidaritätsbrief an das BMFJ:  SOS_BMFJ_Soli
Solidaritätsbrief an das BMS:  SOS_BMS_Soli